Nine0ai

Seit wann leitest du Worship?

Ich bin in einer musikalischen Familie aufgewachsen. Mein Vater leitete schon damals Worship mit seiner Band Purpur und ich durfte viel lernen und miterleben. Lange wollte ich nicht in der Öffentlichkeit oder in der Gemeinde singen. Mit 18 Jahren begann ich dann doch als Worshipleiter und durfte bald vermehrt in der Gemeinde Seestrasse Worship leiten.

Wie lebst du den Worship im Alltag?

Ich sehe zwei Arten von Anbetung: Einerseits ist allein dass wir leben und atmen Anbetung und ehrt Gott. Allein die Schönheit der Natur und der Lebewesen ist Ausdruck von Anbetung. Aber wir sollen nicht die Schöpfung anbeten, sondern den Schöpfer.

Dann gibt es noch die bewusste Anbetung. Es ist eine bewusste Haltung, ein bewusster Akt und Ausdruck von Lob, Dank und Anerkennung an Gott, die wir in verschiedensten Arten wie singen, beten, tanzen, malen etc. ausdrücken. Man nimmt sich bewusst Zeit für das und es ist auch ein Ausdruck der Beziehung zu Jesus, die sich meiner Meinung nach auch körperlich ausdrücken muss, denn Begeisterung, Leidenschaft und Anbetung hat einen körperlichen Komponent.

Ich lebe Worhsip im Alltag, indem ich mir immer wieder bewusst oder spontan Zeit nehme, um für mich zu worshippen, zu beten oder Bibel zu lesen. Meine Gitarren stehen in der Wohnung immer bereit, damit ich in jeder freien Minute spielen kann. Mir ist sehr wichtig, dass ich meine Anbetungszeiten nicht nur auf der Bühne und dann habe, wenn ich Menschen in die Anbetung führe, sondern viel mehr im eins-zu-eins mit Gott und für mich alleine...zuhause.

Entstehen bei dir Texte oder Melodien zuerst?

Grundsätzlich bin ich eher der Melodie-Typ. Ich habe viele Melodien im Kopf und beim Musik machen. Daher kommt bei mir zuerst eine Melodie, die aber auch gerade in Kombination mit Texten sein kann. Auch habe ich in meinen Notizen viele Texte, die nach einer Melodie lächzen :)

Bist du Worshipleiter von Beruf?

Nein. Ich mache momentan eine Ausbildung zum Sozialpädagogen.

Deine Vision?

Meine Vision ist es zu sehen, wie das Erbe des Mundart-Worship weitergetragen wird. Ich sehe wie in der Schweiz die Anbetungs-Kultur neu entfacht und grösser wird. Ich sehe wie mehr gesalbte Worship-Songs aus unserer eigenen Kultur und in unserer Herzensprache und Gott-fokussiert geschrieben und produziert werden, damit sie in der ganzen Schweiz, in allen Gemeinden gespielt werden und Leben verändert werden. Ich sehe wie Gottes Herrlichkeit unter uns zunimmt und wir zurück kommen zur wahren Anbetung, die von uns weg zeigt und mehr auf Gott zielt.